STIFTUNG ALTERSBETREUUNG HERISAU
Motiviert für die SWISS SVG-TROPHY
Getragen von der Gemeinde
Die Stiftung Altersbetreuung Herisau ist eine von der Gemeinde Herisau
ins Leben gerufene private gemeinnützige
Stiftung. Mit einem vom Gemeinderat
gewählten Stiftungsrat als oberstem Organ. Sie erfüllt als Trägerschaft
der Institution Haus Ebnet und Heinrichsbad eine zentrale Funktion in der Altersarbeit der Gemeinde Herisau.
Dienstleistung an älteren Menschen
Wohnraum und Dienstleistungen – das bietet die Stiftung gesunden und kranken, älteren und behinderten
Menschen, den Einwohnerinnen und Einwohnern der Gemeinde Herisau
und den Vertragsgemeinden. Die Stiftung kann im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch andere Einrichtungen
der Altersarbeit unterstützen, erstellen und betreiben. Das konstant
hohe Qualitätsniveau verpflichtet
die Stiftung, täglich die Bedürfnisse
der Bewohner zu analysieren und anzupassen.
Angebotsspagat
Urs Meier, Küchenchef aus der Gastronomie,
wagte vor 6 Jahren den Schritt und wechselte in die Gemeinschaftsgastronomie.
In der Stiftung Altersbetreuung in Herisau
setzt Urs Meier sein Wissen ein. Die Bewohner
sind besonders anfällig auf einseitige oder falsche Ernährung, aber auch wählerisch und meistens ein bisschen festgefahren in der Vorstellung,
was sie essen möchten. Dabei
schränken Appetitlosigkeit und Krankheiten die Lust auf das Essen ein. Ältere Menschen schätzen Bekanntes.
Gerichte von früher, aber auch mit den währschaften Garmethoden
von damals. Dies entspricht natürlich nicht mehr dem heutigen Wissensstand der modernen Ernährung.
Alte Gerichte neu zu formen und den modernen Ernährungskenntnissen
unterzuordnen, dafür setzt sich die Küchencrew ein. «Dabei
steht der Genusswert im Vordergrund.
Was nützt die gesündeste Verpflegung, wenn ältere Menschen dies nicht mögen?», erklärt Urs Meier.
Lernende im Fokus
Die Ausbildung der Jugend steht in der Stiftung Altersbetreuung im Mittelpunkt. Ab Herbst 2010 bilden die Verantwortlichen der Stiftung 14 Lernende aus. Dabei sind 2 – 3 Kochlernende dem Küchenchef unterstellt.
Urs Meier fordert und fördert
die Köche wie Lernende. Hier kommen Schnittarten und Garmethoden
voll und ganz zum Einsatz. Der Kombisteamer wird gezielt eingesetzt und nicht für alles, was heiss serviert wird. Glasieren, Braten, Schmoren, usw. sind Garmethoden, die je nach Menüauswahl zum Einsatz
kommen. Zudem kommt das Programmieren der «Kochmaschinen
» nur im äussersten Fall zum Einsatz, denn so kennt der Koch die Garprozesse.
Sorgfältige
Auswahl
Ob ein neuer Koch oder Lernender eingestellt wird, ein Schnuppertag oder Schnupperwoche ist das Obligatorium.
Urs Meier nimmt sich viel Zeit, um das Interesse
der neuen Mitarbeiter
zu spüren. Angenehme Arbeitszeiten
und ein geordneter Arbeitstag
sind der Anreiz, in die Gemeinschaftsverpflegung
zu wechseln. Inserate
in einer Zeitung, um einen Koch zu finden, kann er sich sparen. Über das Stellenportal «ostjob» meldeten
sich 30 Bewerber. Urs Meiers Anspruch an einen Koch sind hoch, denn im Altersheim werden sehr sensible
Menschen verpflegt. Das Essen bedeutet für etliche Bewohner den Höhepunkt im täglichen Leben.
Einbezug aller Abteilungen
Des Öftern unterschätzen die Verantwortlichen
von Heimen und Spitälern die Zusammenarbeit unter den einzelnen
Abteilungen. Genau wie in der Gastronomie. Wenn die Servicemitarbeiter
den Draht zur Küche nicht finden, fühlt sich der Gast schlecht bedient. Urs Meier legt besonderen Wert auf die Kommunikation mit der Pflege und der Hauswirtschaft. Sitzungen
mit allen Abteilungen bedeuten
für Urs Meier und Anna Jäger,
Leiterin Hotellerie und Logistik, dass Probleme ausdiskutiert und Lösungsvorschläge
erarbeitet werden. Denn im Zentrum stehen nicht Pflege oder Küche, sondern die Bewohner. Mit einer Rundum-Information aller Abteilungen steigt die Zufriedenheit.
Flache Hierarchie
Urs Meier ist Experte bei Lehrabschlussprüfungen
und betreut zwei Küchen. Die Betriebe Ebnet und Heinrichsbad
gehören zu seinem Reich. Die Verbindung zu seinen Mitarbeitern
ist sehr persönlich. Gerne gesellt sich der Küchenchef zu den Köchen. Er ist einer von ihnen und delegiert gerne die Verantwortung an seine «Berufskollegen». «Menüs und Rezepte
sind die Eckpfeiler meiner Küche», erklärt Urs Meier, «doch ich erwarte von meinen Köchen Eigeninitiative und Kreativität, fokussiert auf die Bewohner.
» Dadurch haben sich zwei starke und selbstständige Küchenteams
gebildet. Köche, die sich gerne auch weiterbilden oder weitere Herausforderungen
annehmen.
Auf zum Wettbewerb
Da ist der Wettbewerb für die Spital-,
Heim- und Gemeinschaftsgastronomie
bei den acht Köchen sehr willkommen. Der SVG (Schweizer Verband für Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie)
als Initiant,
der Schweizer Kochverband als Juror und Pistor als Sponsor und Mitorganisator
bieten explizit für die Spital-,
Heim- und Gemeinschaftsgastronomie
einen Kochwettbewerb an. An diesem Wettbewerb
dürfen nur Köche
aus dieser Branche teilnehmen. Täglich verpflegt diese Branche 1 Million Menschen in der Schweiz. Diese grosse Leistung der Mitarbeiter und Betriebe verdient Anerkennung
und Aufmerksamkeit. Viele
Wettbewerbe für Gastronomie und Köche bietet der Schweizer Gastro-Markt. Nur für die Gemeinschaftsgastronomie
wurde bis heute kein vergleichbarer
Wettbewerb angeboten.
Praktischer Teil der
SWISS SVG-TROPHY
Drei Köche aus der Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie sind gefordert
und bereiten in ihrem Betrieb ein Menü zu. Der Lebensmittelaufwand
darf CHF 10.– pro Person nicht übersteigen. Das Drei-Gang-Menü soll aus einer kalten Vorspeise, einem Hauptgang und einer Süssspeise bestehen.
Die Fachjury des Kochverbandes
wird vor Ort im Betrieb der Kandidaten
die Vorbereitung, Zubereitung und den Service des Menüs bewerten.
Schriftliche Anmeldung zur
SWISS SVG-TROPHY
Um mit dabei zu sein, bedarf dies einer schriftlichen Anmeldung mit einer genauen Kalkulation, den Rezepten
und Menüs und dem ersten Eindruck des Menüs anhand von Fotos.
Das Wettbewerbsziel ist, das tägliche
Kochen in der Gemeinschaftsverpflegung
zu bewerten. Es wird kein Kochkunstwettbewerb sein. Die Bewertung zielt auf das tägliche
Kochen und Verpflegen in der Gemeinschaftsverpflegung.
Lieferanten machen mit
Mit Begeisterung haben sich spontan
die Firmen Haco, Hero, Hug, Uncle
Ben’s und Wiberg für diesen einzigartigen
Wettbewerb als Co-Sponsor zur Verfügung gestellt. Im Nu waren die Firmen von der Einzigartigkeit des Wettbewerbs überzeugt. Die Teams werden von den Fachzeitschriften «Salz&Pfeffer» und «eXpresso» begleitet.
Hintergrundberichte über die Vorbereitung, Trainingsmethoden
und welche Kriterien ins Final führen – all das sind Themen, über die die zwei Fachmedien in nächster Zeit informieren.
Gewinn für den Betrieb
Jeder Betrieb kann mehrere Menüs einsenden. Bei Unvollständigkeit retourniert
der Kochverband die Eingabe,
und das Team kann sie korrigieren
und wieder einsenden. Jedes Team kann nur mit einem Menü teilnehmen.
Der Einsendeschluss der schriftlichen Dokumente ist Ende Oktober. Aus den eingesendeten Menüs wählt der Kochverband die sechs besten aus. Diese Teams zeigen
ihr Können im Frühling 2011. Was ist der Gewinn ausser einem prall gefüllten Rucksack an Erfahrung?
Der Gewinner des Wettbewerbs
erhält eine Trophy, zudem ein Bargeld im Wert von CHF 3000.– und ausserdem die Teilnahme als SWISS SVG-Team an der Kocholympiade in Erfurt. Eine Herausforderung die sich für den Betrieb und die persönliche Motivation lohnt.
| Ein kleiner Ausschnitt aus der praktischen Vorbereitung des Wettbewerbs • Pilze geputzt, aber nicht zerkleinert oder tourniert • Gemüse geputzt, geschält, aber nicht zerkleinert oder tourniert • Obst/Salate geputzt, aber nicht zerkleinert oder tourniert • Kartoffeln geschält, aber nicht zerkleinert oder tourniert • Zwiebeln geschält, aber nicht zerkleinert • Grundfonds nicht reduziert • Meeresfrüchte ausgelöst (ohne Panzer, Karkasse) • Geflügel ausgelöst, pariert • Grundrezepte dürfen abgewogen sein |
Grosses Interesse der Köche
Urs Meier, Küchenchef der Altersheime
Ebnet und Heinrichsbad, stellte
den Wettbewerb seiner Crew vor. Die acht Köche zeigten grosses Interesse,
und schon tauchten die ersten Fragen auf. Wie ist die Mise en place? Wie hoch ist der Conveniencegrad der seinLebensmittel? Diese und weitere Antworten
können auf www.svg-trophy.ch nachgelesen werden.
Auf zum Training
Als nächsten Schritt wählt die Küchenbrigade
das Wettbewerb-Team aus. «Eins steht fest, ich werde nicht kochen», erklärt Urs Meier, «das Team wird aus meiner Brigade zusammengestellt.
Ich stehe als Coach zur Verfügung.
» Bis nach den Sommerferien werden Menüvorschlage und Rezepturen
vorgestellt und rezeptiert. Danach
wird trainiert. Urs Meier rechnet mit 2 – 3 Trainings, bevor die schriftliche
Arbeit abgegeben wird. Viel Glück!

